Was ist die PD — die Pupillendistanz?
Die PD ist der Abstand zwischen den Mittelpunkten Ihrer Pupillen, in Millimetern. Sie misst überhaupt nicht Ihre Sehleistung — sie ist ein Anpassmaß, und sie fehlt auf dem ausgehändigten Zettel am häufigsten.
Wofür sie gebraucht wird
Jedes Glas hat einen optischen Mittelpunkt — die Stelle, an der es das Licht am saubersten führt. Dieser Punkt muss direkt vor Ihrer Pupille liegen. Sitzt er zwei Millimeter daneben, erzeugt das Glas einen kleinen ungewollten prismatischen Effekt: bei geringen Stärken vielleicht unbemerkt, bei hohen Stärken eine Ursache für Belastung, Kopfschmerz oder ein leichtes Ziehen.
Übliche Werte
- Erwachsene — etwa 54 bis 74 mm, am häufigsten um 62 bis 64 mm.
- Kinder — kleiner, und sie wächst mit dem Gesicht; sie muss also im Wachstum neu gemessen werden.
- Nah-PD — rund 3 mm weniger als die Fern-PD, weil die Augen beim Nahsehen konvergieren. Lesebrillen nutzen diesen Wert.
Binokular und monokular
Eine einzelne Zahl (etwa 63) ist die binokulare PD — Pupille zu Pupille. Zwei Zahlen (31,5 / 32) sind monokular — der Abstand jeder Pupille zur Nasenmitte. Gesichter sind selten symmetrisch, deshalb zentriert die monokulare Messung besser und ist bei Gleitsichtgläsern in der Regel Pflicht.
Selbst messen
Ein Lineal vor dem Spiegel bringt Sie auf ein bis zwei Millimeter heran — genug für ein schwaches Einstärkenglas, nicht genug für Gleitsicht oder hohe Stärken. Für alles Komplexere nehmen Sie eine vom Optiker gemessene Angabe.
Sie ändert sich kaum — einmal festhalten
Anders als der Rest der Verordnung ist die PD bei Erwachsenen praktisch konstant. Damit ist sie der ideale Wert, den man dauerhaft speichert, statt ihn bei jedem Brillenkauf neu zu ermitteln.